← Back

G-BA (Federal Joint Committee) · Germany · 10 Jul 2026 · News & press

New Chair Optendrenk: 'Framework conditions for effective project funding becoming more difficult'

Original title: Neue Vorsitzende Optendrenk: „Rahmenbedingungen für eine effektive Projektförderung werden schwerer“

AI-generated summary

Dr. Sonja Optendrenk became chair of the Innovation Committee at Germany's Federal Joint Committee on July 1, 2026. The GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (Health Insurance Contribution Rate Stabilization Act) reduces annual innovation fund grants from 200 million euros to 100 million euros starting in 2027, eliminates two of three funding procedure types for new care models, and requires unspent funds to be returned to the health fund rather than carried forward.

From G-BA (Federal Joint Committee)

Berlin, 10. Juli 2026 – Die neue Vorsitzende des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss, Dr. Sonja Optendrenk, erklärt anlässlich der abschließenden Lesung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes im Deutschen Bundestag:

„Der Innovationsausschuss fördert seit gut zehn Jahren Projekte, um die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbessern. Dabei geht es um sektorenverbindende Behandlungspfade, berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit oder die bedarfsgerechtere Versorgung von besonders vulnerablen Patientengruppen. Dafür stehen uns aus dem Innovationsfonds bislang 200 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung – das ist viel Geld und wie die bisherigen Ergebnisse zeigen, eine wichtige Investition. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden wir zukünftig nur noch die Hälfte an Fördermitteln in Projekte investieren können, egal, wie vielversprechend die Anträge sind. Zudem schränkt der Gesetzgeber die Anzahl der Verfahrensarten ein. Bei den neuen Versorgungsformen wird es künftig nur noch ein einstufiges Verfahren geben. Damit verlieren die Antragstellenden Flexibilität.“

Und weiter: „Insgesamt sind die Änderungen des Gesetzgebers an der Projektförderung durch den Innovationsfonds bedauerlich. Angesichts der hohen Antragszahlen wird die Auswahl der vielversprechendsten Projekte noch schwieriger als bisher. Wichtig ist mir zugleich: Vor dem Hintergrund äußerst knapper Kassen lässt sich der finanzielle Druck nicht ignorieren. Auch wenn die Rahmenbedingungen schwerer werden, bin ich zuversichtlich, dass die vom Innovationsausschuss geförderten Projekte weiterhin wichtige Erkenntnisse für eine bessere Versorgung liefern. Als Vorsitzende des Innovationsausschusses werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass positive Projektergebnisse noch schneller als bisher in die Versorgung überführt werden. Auf die Arbeit im Innovationsausschuss freue ich mich daher sehr!“

Wechsel beim Vorsitz des Innovationsauschusses

Seit 1. Juli 2026 hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss eine neue Vorsitzende: Dr. Sonja Optendrenk. Hintergrund ist die gesetzlich verankerte Personalunion vom Vorsitz des Gemeinsamen Bundesausschusses und des Innovationsausschusses. Der bisherige Vorsitzende, Prof. Josef Hecken, hatte sein Amt aus persönlichen Gründen zum 30. Juni 2026 niedergelegt.

Der Lebenslauf von Dr. Sonja Optendrenk ist auf der Website des GBA veröffentlicht.

Änderungen durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

- Halbierung des jährlichen Fördervolumens: Die jährlich zur Verfügung stehende Fördersumme wird ab dem Jahr 2027 dauerhaft von 200 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro reduziert.

- Rückführung von Haushaltsmitteln: Mittel, die im jeweiligen Haushaltsjahr nicht bewilligt wurden, sowie bewilligte Mittel für beendete Vorhaben, die nicht zur Auszahlung gelangt sind, können nicht mehr im Folgejahr genutzt werden. Sie müssen an den Gesundheitsfonds zurückgeführt werden.

Excerpt from the official page. The original is authoritative. Continue reading at G-BA (Federal Joint Committee) ↗